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Die Atomkraftwerke, die in den nächsten Jahren abgeschaltet werden sollen, wurden in den 1970er Jahren gebaut. Ihre Technik ist auf dem Stand der 1960er Jahre. Je älter die Kraftwerke werden, um so mehr häufen sich die Störfälle. Gegen einen Flugzeugabsturz sind auch die Anlagen in Deutschland gar nicht oder nicht ausreichend geschützt.
Immer wieder erinnern uns gravierende Vorfälle an die Gefahr: Eine Wasserstoffexplosion direkt neben dem Reaktordruckbehälter im AKW Brunsbüttel im Dezember 2001, der gleichzeitige Ausfall von fünf Notstromsystemen im AKW Biblis im Februar 2004, der Beinahe-GAU im schwedischen AKW Forsmark im August 2006, der Transformatorbrand im AKW Krümmel im Juni 2007, zuletzt der Austritt uranhaltiger Flüssigkeit aus dem französischen AKW Tricastin.
Doch angesichts der Gefahr des Klimawandels droht im kollektiven Bewusstsein der Öffentlichkeit, das Wissen über das Risiko von Atomanlagen zu verblassen. Man müsse das „Rest-Risiko“ akzeptieren, um das größere des Klimawandels zu verringern. Doch Atomkraft schützt nicht vor dem Klimakollaps – und wir müssen nicht zwischen Pest und Cholera wählen. Mit einer Wende zu Energieeffizienz und Erneuerbaren Energien gibt es die risikolose Alternative.