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Atommüll:

Der Atommüll strahlt weiter...



Atommuell

Jedes Jahr fällt in deutschen Atomreaktoren etwa 450 Tonnen radioaktiver und damit stark wärmeentwickelnder Müll an. Für eine sichere Entsorgung über Millionen Jahre kann niemand garantieren. Bisher existiert weltweit kein funktionsfähiges Endlager für hochradioaktiven Atommüll.

Hinzu kommt noch der mittel- und schwach radioaktive Müll, der beim Rückbau von Atomkraftwerken und im täglichen Betrieb anfällt. So kommen leicht 1000 Castorbehälter voll Atommüll in der Lebenszeit eines Atomkraftwerks zusammen.

Seit drei Jahrzehnten tobt in Deutschland der Streit um eine mögliche Endlagerung hochradioaktiven Mülls im Salzstock Gorleben, im Wendland. Etliche Gutachten haben gezeigt, dass das Bergwerk als Endlager völlig ungeeignet ist. Die Regierung Kohl ging sogar so weit, ein Gutachen von ExpertInnen zu beschönigen. Damals wie heute war bekannt, dass der Salzstock direkten Kontakt zum Grundwasser hat. Die Stabilität des Salzstocks ist durch die starke Wärmeentwicklung und Gasbildung gefährdet. Jetzt steht das Endlagerprojekt auf der Kippe: Denn die Pachtverträge mit den Eigentümern laufen 2015 aus.

...und ist nicht sicher einlagerbar

Ein geeigneter Standort muss die sichere Endlagerung über Millionen von Jahren garantieren – ein kaum erfüllbarer Anspruch. Welche gravierenden Probleme bereits nach vier Jahrzehnten auftauchen, zeigt das Endlager Asse bei Wolfenbüttel. In dortigen Salzstock wurden seit 1967 126.000 Fässer mit schwach- und mittelradioaktiven Abfällen eingelagert. Doch wie jetzt bekannt wurde, tritt in das Bergwerk schon seit Jahren Wasser ein. Dieses droht die schwach- und mittelradioaktiven Rückstände ins Grundwasser und schließlich in die Umwelt zu schwemmen.

Atommüll

Hintergründe zum Argument:

Joachim Wagner, Zeit:
Gorleben – das Milliardengrab
Stefanie Schramm, Zeit:
Atommüll – Nichts wie weg!
Malte Kreutzfeldt, taz:
Der Skandal um die Asse
BUND:
Wohin mit dem Atommüll?

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