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Der Weg zur Atomwaffe führt immer über die zivile Verwendung der Atomkraft. Dabei wird der Schritt von der zivilen zur militärischen Nutzung der Atomenergie für viele Länder immer kleiner. Bei der Kernspaltung in Atomkraftwerken entsteht atomwaffenfähiges Plutonium und auch die Urananreicherung zur Herstellung von Brennstäben kann zur Erzeugung von waffenfähigem Material verwendet werden. Immer mehr Länder verfügen mittlerweile über das Wissen und die Technik, „zivile“ Kernbrennstoffe oder Rückstände aus den Reaktoren für die Herstellung von Atomwaffen zu verwenden.
Damit scheitert die Idee des Atomwaffensperrvertrags, die zivile Verwendung der Atomkraft zu fördern, während die Mitgliedsstaaten auf die militärische Nutzung verzichten bzw. die Atomwaffenstaaten sich zur Abrüstung verpflichten. Viele Länder wie die instabilen Diktaturen im Nahen Osten oder in Nordafrika befinden sich mit ihrer zivilen Nutzung der Atomkraft kurz vor dem Absprung zur Atommacht.
Die Gefahr eines Einsatzes der Atombomben steigt, je mehr Länder in Krisenregionen über diese Waffe verfügen. Nur wenn wir selber aus der Atomenergie aussteigen, können wir glaubwürdig weltweit für einen Verzicht auf ihre zivile Nutzung werben – und damit der militärischen Option das Wasser abgraben.